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<title>Modalpartikel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Modalpartikel</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Modalpartikeln</b> (auch <b>Abtönungspartikeln, Abtönungswörter</b> oder <b>MP</b>) sind eine zu den <a href="Partikel_(Grammatik)" class="mw-redirect" title="Partikel (Grammatik)">Partikeln</a> gehörende <a href="Wortart" title="Wortart">Wortart</a>. Sie dienen unter anderem dazu, die subjektive Einstellung eines Sprechers zum ausgesagten Inhalt auszudrücken (verhalten sich aber selbst nicht als Teil des Satzinhalts). Beispiele: „Das ist <i>ja</i> witzig“ (der Sprecher entdeckt diesen Sachverhalt gerade für sich, erwartet aber nicht, dass er anderen neu ist) / „Männer sind <i>eben</i> so“ (der Sprecher resigniert gegenüber dem Sachverhalt).
</p><p>Besonders verbreitet sind Modalpartikeln in der <a href="Gesprochene_Sprache" title="Gesprochene Sprache">gesprochenen Sprache</a>. Das <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">Deutsche</a> gilt als eine an Modalpartikeln äußerst reiche Sprache, was nicht selbstverständlich ist. In vielen Sprachen existieren nur wenige (z. B. Französisch, <a href="Spanische_Grammatik#Modalpartikel" title="Spanische Grammatik">Spanisch</a>) bis gar keine Partikeln dieser Klasse, sodass sie eine Herausforderung an <a href="%C3%9Cbersetzung_(Linguistik)" title="Übersetzung (Linguistik)">Übersetzer</a> darstellen. Aufgrund ihrer hohen Frequenz fallen sie auch beim Erlernen des Deutschen für Nicht-<a href="Muttersprache" title="Muttersprache">Muttersprachler</a> ins Gewicht. Dies ist besonders deshalb problematisch, weil die Bedeutung sowohl der Klasse als auch der einzelnen Modalpartikeln nicht einfach fassbar ist. Andere Sprachen, in welchen Modalpartikeln eine größere Rolle spielen, sind das dem Deutschen eng verwandte <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländisch</a> sowie z. B. <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">Griechisch</a>, <a href="Indonesische_Sprache" title="Indonesische Sprache">Indonesisch</a> und <a href="Japanische_Sprache" title="Japanische Sprache">Japanisch</a>.
</p><p>Abweichend von dieser Standardbedeutung findet sich vereinzelt ein Gebrauch der Bezeichnung „Modalpartikel“, mit dem <a href="Adverbiale_Bestimmung#Untergruppe:_Satzadverbiale" title="Adverbiale Bestimmung">„Satzadverb“</a> bzw. „<a href="Modalwort" class="mw-redirect" title="Modalwort">Modalwort</a>“ gemeint ist.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Normalerweise wird jedoch der Begriff <i>Adverb</i> von <i>Partikel</i> unterschieden (siehe <a href="Partikel_(Grammatik)" class="mw-redirect" title="Partikel (Grammatik)">Partikel (Grammatik)</a> und <a href="Adverb#Adverb_und_Partikel" title="Adverb">Adverb #Adverb und Partikel</a>) und ebenso zwei verschiedene Bedeutungen von „modal-“ in <i>Modalpartikel</i> im Gegensatz zu <i><a href="Modaladverb" title="Modaladverb">Modaladverb</a>.</i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definition">Definition</h2></div>
<p>Die Modalpartikeln gehören in der deutschen Sprache neben z. B. den <a href="Fokuspartikel" class="mw-redirect" title="Fokuspartikel">Fokuspartikeln</a> oder <a href="Steigerungspartikel" title="Steigerungspartikel">Steigerungspartikeln</a> zur Klasse der Partikeln im engeren Sinne, also den generell <a href="Flexion" title="Flexion">unflektierbaren</a> Wortarten, die nicht den <a href="Pr%C3%A4position" title="Präposition">Präpositionen</a>, <a href="Adverb" title="Adverb">Adverbien</a> oder <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a> zugerechnet werden können. Da alle Partikeln unflektierbar sind, müssen, wenn man eine Unterklassifikation vornehmen will, Unterschiede im Verhalten der einzelnen Partikeln im Satz berücksichtigt werden. Über die genauen Merkmale, die Modalpartikeln ausmachen, gab und gibt es eine lange <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">sprachwissenschaftliche</a> Diskussion. Als allgemein anerkannt gelten die folgenden Kriterien zum Erkennen der deutschen Modalpartikeln:
</p>
<ul><li>Sie sind unflektierbar (wie alle Partikeln).</li>
<li>Sie ändern die Wahrheitsbedingungen einer Äußerung <i>nicht</i>.</li>
<li>Modalpartikeln können nicht negiert werden.</li>
<li>Sie sind nicht erfragbar. (A: „Der hat <i>vielleicht</i> einen schönen Pullover!“ B: (??) „Wie hat er einen Pullover?“)</li>
<li>Sie können nicht am Anfang eines Hauptsatzes vor dem finiten Verb stehen (sie sind nicht vorfeldfähig).</li>
<li>Modalpartikeln haben <a href="Homonym" title="Homonym">Homonyme</a> in anderen Wortarten.</li>
<li>Modalpartikeln sind nicht koordinierbar, das heißt, sie sind weder mit <i>und</i> noch mit <i>oder</i> verbindbar.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zur_Bedeutung_ausgewählter_Kriterien"><span id="Zur_Bedeutung_ausgew.C3.A4hlter_Kriterien"></span>Zur Bedeutung ausgewählter Kriterien</h2></div>
<p>Auffällig an der angeführten Liste ist, dass die meisten Kriterien Negativ-Merkmale darstellen („sie können nicht ...“). Daher ist es schwierig, eine einfache Definition zu geben, was eine Modalpartikel ist. Genauer kann dafür gesagt werden, was sie nicht sind. In diesem Abschnitt wird ausführlicher auf einige wichtige Punkte der Liste eingegangen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Modalpartikeln_bewirken_keine_Änderung_der_Wahrheitsbedingungen"><span id="Modalpartikeln_bewirken_keine_.C3.84nderung_der_Wahrheitsbedingungen"></span>Modalpartikeln bewirken keine Änderung der Wahrheitsbedingungen</h3></div>
<p>Zur Illustration dieses Punktes kann die Modalpartikel <i>aber</i> dienen. Die folgenden zwei Beispiele stimmen bis auf die Anwesenheit der Modalpartikel überein. Aus der Wahrheit des ersten Satzes in einer Situation folgt immer die Wahrheit des zweiten Satzes, und auch umgekehrt ist der Übergang stets möglich, ohne die Wahrheit der Aussage zu beeinträchtigen:
</p>
<ul><li>„Peter hat <b>aber</b> großen Hunger.“</li>
<li>„Peter hat großen Hunger.“</li></ul>
<p>Diese Beobachtung ist nicht trivial, denn sie besagt, dass das Hinzufügen bzw. Weglassen der Partikel in einem Satz nichts an dessen Kernaussage ändert, d. h., dass die Modalpartikel nicht zur ausgedrückten <a href="Proposition_(Linguistik)" title="Proposition (Linguistik)">Proposition</a> gehört. Modalpartikeln fügen also der Aussage nichts hinzu, sondern stehen gewissermaßen über ihr. Sie geben dem Hörer stattdessen Hinweise auf den Informationsstand des Sprechers, auf Bewertungen oder auf andere Aspekte, die die Rolle der Aussage für den Kontext betreffen. (Mehr dazu siehe unten im Abschnitt <a href="#Die_Bedeutung_der_Modalpartikeln">#Die Bedeutung der Modalpartikeln</a>.)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Modalpartikeln_können_nicht_negiert_werden"><span id="Modalpartikeln_k.C3.B6nnen_nicht_negiert_werden"></span>Modalpartikeln können nicht negiert werden</h3></div>
<p>Aus diesem Zusammenhang heraus, dass sie nicht Teil der Proposition sind, lässt sich auch verstehen, warum Modalpartikeln nicht im <a href="Skopus_(Sprachwissenschaft)" title="Skopus (Sprachwissenschaft)">Wirkungsbereich</a> einer Negation stehen können, denn Negationen haben einen Einfluss auf Wahrheitswerte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Modalpartikeln_sind_nicht_vorfeldfähig"><span id="Modalpartikeln_sind_nicht_vorfeldf.C3.A4hig"></span>Modalpartikeln sind nicht vorfeldfähig</h3></div>
<p>Im sogenannten <a href="Feldermodell_des_deutschen_Satzes" title="Feldermodell des deutschen Satzes">Feldermodell des deutschen Satzes</a> werden Sätze durch die Positionen des Verbs, die sogenannte <i><a href="Satzklammer" title="Satzklammer">Satzklammer</a></i>, in drei Teile gegliedert: Vorfeld, Mittelfeld und Nachfeld, wie in den folgenden Beispielen. Die Modalpartikel findet sich jeweils im Mittelfeld:
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left: 1em; padding: 1em;" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Nachfeld
</th></tr>
<tr>
<td>Er</td>
<td>wird</td>
<td><b>ja</b></td>
<td>gemerkt haben</td>
<td>dass mir das nicht gefällt.
</td></tr>
<tr>
<td>Sie</td>
<td>braten</td>
<td><b>wohl</b> gerade Fisch in der Mensa.</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Peter</td>
<td>hat</td>
<td><b>aber</b> großen Hunger</td>
<td>gehabt</td>
<td>wie es scheint!
</td></tr></tbody></table>
<p>Die Partikeln <i>ja, wohl, aber</i> können nicht ins Vorfeld gestellt werden, allenfalls ergeben sich andere Bedeutungen:
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left: 1em; padding: 1em;" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid"></th>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Nachfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid"></th>
<th>
</th></tr>
<tr>
<td></td>
<td><b>* Ja</b></td>
<td>wird</td>
<td>er</td>
<td>gemerkt haben</td>
<td>dass mir das nicht gefällt
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td><b> * Wohl</b></td>
<td>braten</td>
<td>sie gerade Fisch in der Mensa.</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td><b> # WOHL</b></td>
<td>braten</td>
<td>sie gerade Fisch in der Mensa!</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><b># Aber</b></td>
<td>--</td>
<td>hat</td>
<td>Peter großen Hunger</td>
<td>gehabt?</td>
<td>(* wie es scheint)
</td></tr></tbody></table>
<p>Im ersten Beispiel oben ist die Voranstellung der Modalpartikel <i>ja</i> ins Vorfeld unakzeptabel (durch einen *Stern markiert), im zweiten Beispiel ist die Voranstellung unakzeptabel, wenn die Modalpartikel, wie üblich, unbetont ist; das dritte Beispiel zeigt, dass ein betontes <i>wohl</i> zwar im Vorfeld stehen kann, aber eine andere Bedeutung vorliegen muss (markiert durch das <a href="Rautezeichen" title="Rautezeichen">Rautezeichen</a> #): Dieses ist nicht die Modalpartikel, die sich mit „wahrscheinlich“ umschreiben ließe, sondern ein andersartiges Element (ein <a href="Adverb" title="Adverb">Adverb</a>), das Widerspruch zu einer vorhergehenden Äußerung markiert. Im letzten Beispiel kann der Satz mit vorangestelltem <i>aber</i> nur als Fragesatz interpretiert werden, so dass der Zusatz des <i>wie-</i>Satzes nicht mehr möglich ist. Folglich ist es ein <a href="V1-Stellung" title="V1-Stellung">Verb-Erst-Satz</a> mit <i>aber</i> nicht als Partikel, sondern als <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktion</a> in der <a href="Feldermodell_des_deutschen_Satzes#Zusätzliche_Felder_in_der_Peripherie" title="Feldermodell des deutschen Satzes">linken Peripherie des Satzes</a> (im sogenannten Anschlussfeld). Insgesamt ist also zu sehen, dass Modalpartikeln nicht im Vorfeld vorkommen können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Hauptklasse_der_Modalpartikeln">Die Hauptklasse der Modalpartikeln</h2></div>
<p>Zu der Hauptklasse der Modalpartikeln – die gelegentlich auch <i>Abtönungspartikeln</i> genannt werden – zählen <i>aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, etwa, halt, ja, mal, nur, schon, vielleicht</i> und <i>wohl</i>. Eines der Kriterien aus der Liste besagt, dass Modalpartikeln <a href="Homonym" title="Homonym">Homonyme</a> in anderen Wortarten haben. Das bedeutet, dass gleich klingende und geschriebene Wörter in anderen Funktionen im Satz auftreten können. So kann z. B. <i>ja</i> als Antwort auf eine Frage fungieren und gehört in diesem Fall zu den sogenannten Antwortpartikeln. <i>Vielleicht</i> kann z. B. als <a href="Adverbiale_Bestimmung#Untergruppe:_Satzadverbiale" title="Adverbiale Bestimmung">Satzadverb</a> („Vielleicht ist der Termin morgen“) verwendet werden und so allein im Vorfeld stehen. Diese Homonyme weisen also z. T. ein gänzlich anderes Verhalten auf als in der Kriterienliste beschrieben. In diesen Fällen haben sie jedoch auch eine andere Bedeutung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_periphere_Klasse_der_Modalpartikeln">Die periphere Klasse der Modalpartikeln</h2></div>
<p>Daneben existiert noch eine Klasse von Modalpartikeln (manchmal ‚Partikeln mit abtönender Bedeutung‘ oder ‚abtönungsfähige Partikeln‘ genannt), die oft ebenfalls zu den Modalpartikeln gezählt werden, jedoch vorfeldfähig sind. Dazu gehören z. B. <i>fein, ganz, gerade, gleich, einfach, erst, immerhin, schließlich, überhaupt</i> und <i>ruhig</i>. Die Bedeutung dieser Partikeln ändert sich nicht, ob sie im Vor- oder im Mittelfeld stehen; daher müssen sie auch keine Homonyme in anderen Wortarten haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Restriktionen">Restriktionen</h2></div>
<p>Modalpartikeln unterliegen einer Reihe von schwer beschreibbaren Restriktionen. So können Modalpartikeln oft nicht beliebig kombiniert werden. So ist zwar
</p>
<ul><li>Er ist <b>aber auch</b> ungeschickt.</li></ul>
<p>möglich. Nicht jedoch die umgekehrte Variante:
</p>
<ul><li>Er ist <b>auch aber</b> ungeschickt.</li></ul>
<p>Weiterhin können die jeweiligen Partikeln nur in bestimmten <a href="Satzmodus" class="mw-redirect" title="Satzmodus">Satzmodi</a> vorkommen. So lässt sich <i>vielleicht</i> zwar in Ausrufen verwenden („Hat der vielleicht ein schönes Auto!“), jedoch nicht in echten Fragen („*Hat der vielleicht ein schönes Auto?“).<sup id="cite_ref-muellersonja_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-muellersonja-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Bedeutung_der_Modalpartikeln">Die Bedeutung der Modalpartikeln</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundlagen_der_Bedeutung">Grundlagen der Bedeutung</h3></div>
<p>Um genau zu verstehen, was Modalpartikeln bedeuten, ist es wichtig, sich klarzumachen, was genau Bedeutung ist. Dabei wurde zwischen zwei Ebenen der Bedeutung unterschieden (siehe z. B. <a href="Sprechakttheorie" title="Sprechakttheorie">Sprechakttheorie</a>). Auf der einen Seite steht der schon angedeutete, wörtlich zu nehmende Satzinhalt: die <a href="Proposition_(Linguistik)" title="Proposition (Linguistik)">Proposition</a>. Auf der anderen Seite steht die sogenannte <a href="Illokution" class="mw-redirect" title="Illokution">Illokution</a>, der Handlungszweck einer Äußerung oder einfacher: was mit der Äußerung eines Satzes ausgedrückt werden sollte. Dieser Unterschied ist deshalb wichtig, weil mit ein und demselben Satz in unterschiedlichen Kontexten Verschiedenes gemeint sein kann (<a href="Pragmatik_(Linguistik)" title="Pragmatik (Linguistik)">Pragmatik</a>). Während der Großteil der Wörter einer Sprache zur Proposition beiträgt, gibt es auch Wörter (wie die Modalpartikeln), die sozusagen auf einer <a href="Metaebene" title="Metaebene">Metaebene</a> nicht zur Proposition gehören, sondern im illokutiven Bereich wirken. In vielen theoretischen Ansätzen wird daher zur Erklärung ihrer Bedeutung auf Modelle des gemeinsamen Wissens (<a href="Common_Ground" title="Common Ground">Common Ground</a>) Bezug genommen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Maria Thurmair fasst die Bedeutung der Modalpartikeln für die illokutive Ebene wie folgt zusammen:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Im wesentlichen dienen die Modalpartikeln dazu, eine Äußerung in den Interaktionszusammenhang einzubinden. Mit ihnen kann auf den Gesprächspartnern gemeinsames Wissen verwiesen werden, auf Annahmen oder Erwartungen von Sprecher oder Hörer, es kann ein bestimmter Bezug zu einer vorangegangenen Äußerung angezeigt werden, oder es kann der Stellenwert, den der Sprecher der Äußerung beimißt, gekennzeichnet werden.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>So kann mit der Modalpartikel <i>ja</i> darauf verwiesen werden, dass das im Satz ausgedrückte Wissen als bereits geteilt und damit als vorausgesetzt betrachtet wird, oder mit der Partikel <i>halt</i> angezeigt werden, dass es sich um Wissen handelt, über welches nicht weiter diskutiert werden muss.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In dieser Weise können also Umschreibungen für die Bedeutung von Modalpartikeln gegeben werden, die wahrheitsrelevante Aussagen formulieren; nur ist der Status der so transportierten Inhalte in der Äußerung nicht wahrheitsrelevant.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bedeutung_einzelner_Modalpartikeln">Bedeutung einzelner Modalpartikeln</h3></div>
<p>Beispiele für deutsche Modalpartikeln sind:
</p>
<dl><dt>denn</dt>
<dd>Bedeutung besonderen Interesses, z. B. in „Was ist das denn?“</dd>
<dt>doch</dt></dl>
<ul><li>Verwunderung über Informationsdefizit, z. B. in „Ich bin doch vorhin schon einmal da gewesen.“ (impliziert: „Wie du eigentlich wissen müsstest.“)</li>
<li>Abmilderung eines Imperativs, z. B. in „Geh doch noch einmal zurück!“, „Lies doch noch einmal, was ich dir geschrieben habe!“</li></ul>
<dl><dt>eben</dt></dl>
<ul><li>Hinweis, dass eine bereits genannte oder bereits eindeutig erkennbare Sache hier nochmals genannt wird: „Deutsch ist eben schwer.“<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Resignation angesichts eines nicht änderbaren Sachverhalts: „Männer sind eben so.“ – „Dann musst du eben morgen wiederkommen.“</li></ul>
<dl><dt>eh</dt></dl>
<ul><li>(<a href="Oberdeutsch" class="mw-redirect" title="Oberdeutsch">oberdeutsch</a>, ersetzt „ohnehin“ immer häufiger): Eine Situation stellt sich durch eine neue Information oder Erkenntnis anders dar als vorher, z. B.: „Dann ist das ja eh [wider die alte, ungültige Information] erst morgen fällig“, „X ist ja eh [wider Erwarten] gut zu Fuß!“</li>
<li>Markiert eine weitere oder zweitrangige Begründung, die sich unabhängig von der Hauptbegründung ergeben hat (ähnlich wie „sowieso“, „ohnehin“): „Iss doch bei uns, wir haben eh zu viel eingekauft.“; „Ich gehe heute lieber nicht zum Sport, denn ich habe mich mit der Trainerin gestritten. Und bei dem Wetter will ich eh nicht raus.“</li>
<li>In österreichischen Dialekten kann „eh“ aber auch zur Bekräftigung dienen: „X is eh guad z’ Fuass“: „X ist aber wirklich gut zu Fuß.“</li></ul>
<dl><dt>fei, ge (<a href="Oberdeutsche_Dialekte" title="Oberdeutsche Dialekte">oberdeutsche Dialekte</a>)</dt></dl>
<ul><li>Nachdruck, z. B. „Des is fei wichtig, dass die Blumen jeden Tag gegossen werden.“</li>
<li>Im <a href="Th%C3%BCringisch-obers%C3%A4chsische_Dialektgruppe" title="Thüringisch-obersächsische Dialektgruppe">Thüringischen</a> übernimmt „ge“ (oberdeutsche und südwestmitteldeutsche Dialekte und Umgangssprachen auch „gell“) diese Funktion (immer nachgestellt am Satzende): „Es ist wichtig, dass die Blumen jeden Tag gegossen werden, ge.“</li></ul>
<dl><dt>gar, rein</dt>
<dd>Verstärkung, die Vollständigkeit andeutet, z. B. in „Er wusste rein gar nichts davon.“</dd>
<dt>ja</dt></dl>
<ul><li>Andeutung einer als bereits bekannt oder offensichtlich vorausgesetzten Tatsache: „Ich war ja vorhin schon einmal dort“, „Das <i>ist</i> ja genau der Punkt!“</li>
<li>Ausdruck von Verwunderung, positiver oder negativer Überraschung: „Es regnet ja!“, „Das ist ja super / eklig!“</li>
<li>Ausdruck des Zugeständnisses (oft in Verbindung mit „aber“): „Der Wagen ist ja schön, aber viel zu teuer!“</li></ul>
<dl><dt>halt (oberdeutsch, ersetzt „eben“ immer häufiger)</dt></dl>
<ul><li>Implikation einer offensichtlichen, unabänderlichen oder auch banalen Tatsache; z. B. „Das ist halt so!“, „Es macht halt Spaß!“</li>
<li>Verstärkung einer Behauptung oder Aufforderung; z. B. „Damals war halt noch richtig was los“, „Dann gib es halt zurück!“</li></ul>
<dl><dt>mal (<a href="Umgangssprache" title="Umgangssprache">umgangssprachliche</a> Kurzform von „einmal“)</dt></dl>
<ul><li>Implikation, dass man selbst einer Sache (im Moment) nicht nachkommen kann, z. B. in „Kannst du das mal machen?“ („Ich habe gerade keine Hand frei.“)</li>
<li>Implikation eines Versäumnisses des Adressaten, z. B. in „Machst du das endlich mal?“ („Wie lange muss man noch warten?“)</li></ul>
<dl><dt>schon</dt>
<dd>Negierung der Relevanz einer Sache oder Person: „Was kann ich da schon ausrichten?“, „Was hat der schon zu sagen?“, „Was hat das schon zu bedeuten?“</dd>
<dt>vielleicht (<a href="Rheinischer_Regiolekt" title="Rheinischer Regiolekt">rheinisch, umgangssprachlich</a>)</dt>
<dd>Bekräftigung einer Meinung, z. B. in „Ich bin vielleicht ein Tollpatsch.“</dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Übersicht_der_Modalpartikeln"><span id=".C3.9Cbersicht_der_Modalpartikeln"></span>Übersicht der Modalpartikeln</h4></div>
<p>Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Modalpartikeln im Deutschen, für die <a href="Polyfunktionalit%C3%A4t" title="Polyfunktionalität">Polyfunktionalität</a> charakteristisch ist.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable zebra">
<tbody><tr>
<th>Wort
</th>
<th>Modal-<br>partikel
</th>
<th>Gliederungs-<br>partikel
</th>
<th><a href="Steigerungspartikel" title="Steigerungspartikel">Steigerungs-<br>partikel</a>
</th>
<th><a href="Temporaladverb" class="mw-redirect" title="Temporaladverb">Temporal-<br>adverb</a>
</th>
<th><a href="Konjunktionaladverb" title="Konjunktionaladverb">Konjunktional-<br>adverb</a>
</th>
<th><a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Koordinierende<br>Konjunktion</a>
</th>
<th><a href="Adverbiale_Bestimmung" title="Adverbiale Bestimmung">Adverbiale<br>Bestimmung</a>
</th>
<th>Vergleichs-<br>partikel
</th>
<th><a href="Adjektiv" title="Adjektiv">Adjektiv</a>
</th>
<th><a href="Adverbiale_Bestimmung#Untergruppe:_Satzadverbiale" title="Adverbiale Bestimmung">Satz-<br>adverbial</a>
</th></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>vielleicht</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="3"><i>nein</i></td>
<td rowspan="3"><i>nein</i></td>
<td rowspan="8"><i>nein</i></td>
<td rowspan="5"><i>nein</i></td>
<td rowspan="10"><i>nein</i></td>
<td rowspan="10"><i>nein</i></td>
<td rowspan="12"><i>nein</i></td>
<td rowspan="7"><i>nein</i></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>wohl</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>halt</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="11"><i>nein</i>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td><i>unklar</i>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>etwa</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="4"><i>nein</i></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>nur</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>auch</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>bloß</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>eben</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="2"><i>nein</i></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>schon</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="4"><i>nein</i>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>doch</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="3"><i>nein</i></td>
<td rowspan="3"><i>nein</i></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>aber</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td rowspan="2"><i>nein</i></td>
<td rowspan="2"><i>nein</i></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center"><b>denn</b>
</td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b></td>
<td style="text-align:center"><b>ja</b>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Genese_der_Modalpartikeln">Genese der Modalpartikeln</h2></div>
<p>Die Genese der Modalpartikeln setzte bereits im Mittelhochdeutschen ein, und die geläufigsten der heute gebräuchlichen Modalpartikeln haben sich vor dem 17. Jahrhundert herausgebildet.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bereits im <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">Althochdeutschen</a> vorhanden waren <i>denn</i> und <i>doch;</i> schon dem <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">Mittelhochdeutschen</a> bekannt <i>da</i> und <i>halt</i>. Als besonders produktiv erweisen sich das 16. bis 19. Jahrhundert, aber auch in der Gegenwartssprache lässt sich die Entwicklung neuer Modalpartikeln <i>in statu nascendi</i> (zum Beispiel <i>langsam</i>) beobachten. Andere wiederum sind im Lauf der Sprachgeschichte aus der Schriftsprache verschwunden, so beispielsweise das mittelhochdeutsche <i>ëht,</i> das in den deutschen Dialekten aber noch weit verbreitet ist.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Entwickelt haben sie sich aus
</p>
<ul><li>alten <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a> <i>(aber, doch,</i> aus dem Niederdeutschen: <i>man),</i></li>
<li>alten <a href="Temporaladverb" class="mw-redirect" title="Temporaladverb">Temporaladverbien</a> <i>(denn, eben, etwa, halt, mal, schon),</i></li>
<li>alten Satzadverbien <i>(eigentlich, gefälligst, schließlich, vielleicht),</i></li>
<li>adverbiellen bzw. prädikativen Adjektiven <i>(einfach, fein, hübsch, langsam, zufällig,</i> bzw. <i>ruhig, dreist);</i> viele auch aus einem semantischen Feld <i>glatt/eben/flach,</i><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>alten <a href="Gradpartikel" class="mw-redirect" title="Gradpartikel">Gradpartikeln</a> <i>(nur,</i> aus dem Niederdeutschen: <i>bloß)</i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Über_die_Geschichte_der_Modalpartikelforschung"><span id=".C3.9Cber_die_Geschichte_der_Modalpartikelforschung"></span>Über die Geschichte der Modalpartikelforschung</h2></div>
<p>Die moderne Erforschung der Modalpartikeln begann in den 1960er Jahren. Vor der Publikation von <a href="Harald_Weydt" title="Harald Weydt">Harald Weydts</a> Buch <i>Abtönungspartikeln. Die deutschen Modalwörter und ihre französischen Entsprechungen</i> 1969 wurden Modalpartikeln oft als „inhaltslose Redefüllsel“<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder als „Flickwörter“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> abgetan. <a href="Ludwig_Reiners" title="Ludwig Reiners">Ludwig Reiners</a> bezeichnete sie gar als „Läuse in dem Pelz unserer Sprache“.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit Harald Weydt und einer Dissertation über Modalpartikeln von 1963<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> begann eine umfangreiche linguistische Erforschung der Modalpartikeln. Vereinzelt gab es aber auch schon früher Beschreibungen und Würdigungen des Modalpartikel-Gebrauchs, im 18. Jahrhundert etwa von <a href="Johann_Christoph_Gottsched" title="Johann Christoph Gottsched">Johann Christoph Gottsched</a> und <a href="Johann_Friedrich_Heynatz" title="Johann Friedrich Heynatz">Johann Friedrich Heynatz</a>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Tanja Autenrieth: <i>Heterosemie und Grammatikalisierung von Modalpartikeln.</i> Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2002, <a href="https://doi.org/10.1515/9783110960907" class="extiw external" title="doi:10.1515/9783110960907">doi:10.1515/9783110960907</a>.</li>
<li><a href="Armin_Burkhardt" title="Armin Burkhardt">Armin Burkhardt</a>: <i>Abtönungspartikeln im Deutschen. Bedeutung und Genese.</i> In: <i>Zeitschrift für germanistische Linguistik</i> 22, 1994, S. 129–151.</li>
<li>Fabian Bross: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://helikon-online.de/2012/Bross_Particles.pdf"><i>German modal particles and the common ground.</i></a> (PDF; 1,6 MB). In: <i>Helikon. A Multidisciplinary Online Journal</i>, 2, 2012, S. 182–209.</li>
<li>Marco Coniglio: <i>Die Syntax der deutschen Modalpartikeln. Ihre Distribution und Lizenzierung in Haupt- und Nebensätzen.</i> De Gruyter, Berlin 2011, <a href="https://doi.org/10.1524/9783050053578" class="extiw external" title="doi:10.1524/9783050053578">doi:10.1524/9783050053578</a>.</li>
<li>Daniel Gutzmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://semanticsarchive.net/Archive/jcyYzk0N/Gutzmann%20D%202010%20Betonte%20Modalpartikeln%20und%20Verumfokus.pdf"><i>Betonte Modalpartikeln und Verumfokus.</i></a> (PDF; 537 kB) In: Elke Hentschel, Theo Harden (Hrsg.): <i>40 Jahre Partikelforschung.</i> Stauffenburg, Tübingen 2010, S. 119–138.</li>
<li>Gerhard Helbig: <i>Lexikon deutscher Partikeln.</i> Leipzig u. a. 1988.</li>
<li>Min-Jae Kwon: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4877/1/Kwon_Min-Jae.pdf"><i>Modalpartikeln und Satzmodus. Untersuchungen zur Syntax, Semantik und Pragmatik der deutschen Modalpartikeln.</i></a> (PDF; 1,6 MB) Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität, München 2005.</li>
<li>Katja Lochtman, Sofie De Boe: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://zif.spz.tu-darmstadt.de/jg-18-2/beitrag/Lochtman_DeBoe.pdf"><i>Die soziolinguistische Kompetenz bei DaF-Lernenden und die Rolle der Modalpartikeln.</i></a> (PDF) In: <i>Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht, Didaktik und Methodik im Bereich Deutsch als Fremdsprache.</i> Jahrgang 18, Nummer 2, Oktober 2013, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221205-6545%22&key=cql">1205-6545</a></span></span>.</li>
<li>René Métrich, Eugène Faucher: <i>Wörterbuch deutscher Partikeln: Unter Berücksichtigung ihrer französischen Äquivalente.</i> Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021796-4.</li>
<li><a href="Karsten_Rinas" title="Karsten Rinas">Karsten Rinas</a>: <i>Die Abtönungspartikeln 'doch' und 'ja'. Semantik, Idiomatisierung, Kombinationen, tschechische Äquivalente.</i> Peter Lang, Frankfurt/M. 2006, ISBN 978-3-631-55062-5.</li>
<li>Maria Thurmair: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://epub.uni-regensburg.de/25039/1/ubr13058_ocr.pdf"><i>Modalpartikeln und ihre Kombinationen.</i></a> (PDF; 27 MB) Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1989, ISBN 3-484-30223-2.</li>
<li>Harald Weydt, Theo Harden, Elke Hentschel, <a href="Dietmar_R%C3%B6sler" title="Dietmar Rösler">Dietmar Rösler</a>: <i>Kleine deutsche Partikellehre.</i> Klett, Stuttgart 1983.</li>
<li>Harald Weydt: <i>Abtönungspartikel. Die deutschen Modalwörter und ihre französischen Entsprechungen.</i> Gehlen, Bad Homburg 1969.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Abt%C3%B6nungspartikel" class="extiw external" title="wikt:Abtönungspartikel">Wiktionary: Abtönungspartikel</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/fei" class="extiw external" title="wikt:fei">Wiktionary: fei</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/gell#Partikel" class="extiw external" title="wikt:gell">Wiktionary: gell</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li>Karin Pittner: <i>Modalpartikeln in neueren Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache.</i> Bochum (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Karin.Pittner/ModalpartikelnDaF.pdf">Text auf ihrer Homepage bei der Ruhruni Bochum; PDF, S. 1–10</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">So in: Joachim Ballweg: <i>Modalpartikel.</i> In: Ludger Hoffmann (Hrsg.): <i>Handbuch der deutschen Wortarten.</i> Walter de Gruyter, Berlin 2009, S. 547–553.</span>
</li>
<li id="cite_note-muellersonja-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-muellersonja_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Sonja Müller: <cite style="font-style:italic">Distribution und Interpretation von Modalpartikel-Kombinationen</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Zenodo</cite>. Language Science Press, Berlin 2018, ISBN 978-3-96110-087-3, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.5281/zenodo.1244028">10.5281/zenodo.1244028</a></span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Modalpartikel&rft.atitle=Distribution+und+Interpretation+von+Modalpartikel-Kombinationen&rft.au=Sonja+M%C3%BCller&rft.btitle=Zenodo&rft.date=2018&rft.doi=10.5281%2Fzenodo.1244028&rft.genre=book&rft.isbn=9783961100873&rft.place=Berlin&rft.pub=Language+Science+Press" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">W. Abraham: <i>Sprecherdeixis und Merkmaldistributionsdifferential deutscher Modalitätselemente.</i> In: <i>Deutsche Sprache. Zeitschrift für Theorie, Praxis, Dokumentation</i> 40, 2012, S. 72–95;<br>F. Bross: <i>German modal particles and the common ground.</i> In: <i>Helikon. A Multidisciplinary Online Journal</i> 2, 2012, S. 182–209.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">M. Thurmair: <i>Modalpartikeln und ihre Kombinationen.</i> Tübingen 1989, S. 2.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Fabian Bross: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://helikon-online.de/2012/Bross_Particles.pdf"><i>German modal particles and the common ground</i>.</a> (PDF; 1,6 MB). In: <i>Helikon. A Multidisciplinary Online Journal</i> 2 (2012), S. 182–209.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Gabriele Diewald: <i>Abtönungspartikel.</i> In: Ludger Hoffmann (Hrsg.): <i>Handbuch der deutschen Wortarten.</i> Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021507-6, S. 117–141. Siehe S. 132.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Modifiziert nach Min-Jae Kwon: <i>Modalpartikeln und Satzmodus. Untersuchungen zur Syntax, Semantik und Pragmatik der deutschen Modalpartikeln.</i> Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität, München 2005, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4877/1/Kwon_Min-Jae.pdf">Online (PDF; 1,6 MB)</a>, S. 10.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Armin Burkhardt: <i>Abtönungspartikeln im Deutschen. Bedeutung und Genese.</i> In: <i>Zeitschrift für germanistische Linguistik</i> 22, 1994, S. 129–151.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Schweizerisches_Idiotikon" title="Schweizerisches Idiotikon">Schweizerisches Idiotikon</a>,</i> Band I, Spalte 82 f., Artikel <i>echt</i> mit Anmerkung (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.idiotikon.ch/p/lem/105740">Digitalisat</a>); <a href="Christoph_Landolt" title="Christoph Landolt">Christoph Landolt</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/aecht"><i>Ächt & Ächt – weles ächt isch ächt ächter?</i></a> In: <i>Wortgeschichten</i> vom 23. Juni 2017, hrsg. von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Tanja Autenrieth: <i>Heterosemie und Grammatikalisierung bei Modalpartikeln.</i> De Gruyter, Berlin 2002, ISBN 978-3-484-30450-5, <a href="https://doi.org/10.1515/9783110960907" class="extiw external" title="doi:10.1515/9783110960907">doi:10.1515/9783110960907</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">A. Lijndqvist: <i>Satzwörter.</i> Göteborg 1961, S. 24.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">H. Moser: <i>Umgangssprache.</i> In: <i>Zeitschrift für Mundartforschung.</i> 27, 1960, S. 224.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">L. Reiners: <i>Deutsche Stilkunst. Ein Lehrbuch deutscher Prosa.</i> München 1943, S. 283.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">A. F. Krivonosov: <i>Die modalen Partikeln in der deutschen Gegenwartssprache.</i> Kümmerle, Göppingen 1977 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik 214).</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Karsten Rinas: <cite style="font-style:italic">Sprache, Stil und starke Sprüche. Bastian Sick und seine Kritiker.</cite> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-650-24659-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>99–104</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Modalpartikel&rft.au=Karsten+Rinas&rft.btitle=Sprache%2C+Stil+und+starke+Spr%C3%BCche.+Bastian+Sick+und+seine+Kritiker.&rft.date=2011&rft.genre=book&rft.isbn=9783650246592&rft.pages=99-104&rft.place=Darmstadt&rft.pub=Wissenschaftliche+Buchgesellschaft" style="display:none"> </span></span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4074915-0">4074915-0</a></span> </div>
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